Stadtgeschichte für alle


 

Wie können wir Besucher der Quadratestadt dazu motivieren, sich mit uns auf Zeitreise ins siebzehn-einhalbte Jahrhundert zu bewegen? Darum ging es am 14.07. im Karl-Friedrich-Gymnasium, denn auf die be-standenen Seminararbeiten und Kolloquien der Semi-narkurse folgt nun der zweite Teil – die Veröffentlich-ung der Ergebnisse in einer eigenen Mannheim Sieb-zehneinhalb-App.

 

„Mannheim ist eben nicht Dresden“, betonte Mediendidaktiker Erik Senst bei dem Treffen mit Schülerinnen und Schülern beider Gymnasien. Der Bielefelder ist für die technische Umsetzung der Projektapp zuständig und sprach mit den Kursteilnehmerinnen und Teilnehmern darüber, wie die Ergebnisse der Seminararbeiten nun über die App einem breiten Publikum schmackhaft gemacht werden können. Während die App mit historischer Stadtführung in einer Touristenstadt wie Dresden oder Heidelberg ein Selbstläufer wäre, ist Mannheim – anders freilich als im 17. Jahrhundert! – heute kein typisches Reiseziel. Um die App an Frau und Mann zu bringen, ist deshalb nun Kreativität gefragt. Gerade auch den Mannheimerinnen und Mannheimern selbst wollen wir Lust auf Stadtgeschichte machen.

 

Senst gewährte den Schülerinnen und Schülern einen Blick hinter die Kulissen der Entwicklerwerkstatt und konnte auch schon vorläufige Ergebnisse präsentieren: So kann man sich mit dem Smartphone durch die Quadrate bewegen und den eigenen Weg dabei per GPS auf einem Stadtplan aus dem siebzehneinhalbten Jahrhundert verfolgen. Auch ein Wechsel zwischen dem modernen und alten Stadtplan soll möglich sein.

 

Bei einem Gang durch die Quadrate sollen App-Nutzerinnen und Nutzern Informationen über die Stadt im siebzehneinhalbten Jahrhundert angeboten werden. Während uns dabei viele Berühmtheiten wie Mozart, Schiller oder die Musiker der Mannheimer Schule begegnen werden, wollen wir gerade auch die „kleinen Leute wieder sichtbar machen. Wissen Sie etwa, was ein Tabakspinner macht? Wenn Sie mit dem Smartphone im Quadrat I1 unterwegs sind, könnten Sie es bald erfahren, denn hier wohnte 1774 Johann Jacob Koch und verdiente genau damit sein Geld!

 

An vielen Punkten auf der Karte  werden digitale Informationen hinterlegt  und die kommen natürlich aus den Seminararbeiten der Schülerinnen und Schüler!

 

Der Launch der offiziellen "Mannheim Siebzehneinhalb"-App steht unmittelbar bevor: Seien Sie dabei - am 21. Februar 2018 um 18 Uhr an ganz passender Stelle, nämlich im Mannheimer Antikensaal (Schloss, Ostflügel, 2. OG).